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posted on Juni 17th, 2019

AUF DIE ROUTENPLANUNG KOMMT ES AN

Elektroautos sind ohne Frage umweltfreundlicher als herkömmliche Automobile. Nur leider sind sie noch immer keine Langstreckenwunder.

Selbst das Anfang 2017 neu auf den Markt gebrachte Model S 100D aus dem Hause Tesla kommt inklusive  Zusatz-Akku nur auf eine theoretische Maximalreichweite von 500 bis 600 Kilometern.

Da der tatsächliche Radius in der Praxis deutlich geringer ausfallen dürfte, haben wir uns gefragt, ob ein Roadtrip quer durch Europa überhaupt möglich wäre.

Was man vor dem Ladevorgang wissen muss 

Mit dem richtigen Adapter könnt ihr einen Tesla fast überall laden, notfalls sogar an einer normalen Steckdose. Doch das würde Stunden dauern. Diese Variante reicht, um zuhause über Nacht aufzuladen -für einen Roadtrip quer durch den Kontinent ist sie jedoch unbrauchbar!

Zum Glück entstehen derzeit in weiten Teilen Europas immer mehr Tesla Supercharger. Das sind Ladestationen, die Euren Elektroflitzer in circa einer halben Stunde zu 70%-80% aufladen können. Erst so werden Langstrecken wirklich praktikabel. Einfach Deinen Tesla an die Schnellladestation anschließen, Mittagspause machen und direkt im Anschluss daran weiterfahren!

Tesla bietet für den Ladevorgang übrigens eine App an, die euch informiert, wenn die Akkus aufgeladen sind, bzw. wenn der Ladestand für die restliche Strecke ausreichend ist.

So plant Ihr richtig 

Einfach frei drauf los fahren ist leider keine Option! Ihr benötigt eine App oder einen Online-Dienst, mit dem Ihr Eure Route entlang der Tesla Supercharger-Stationen planen könnt.

Nehmen wir zum Beispiel die Strecke von Berlin nach Sevilla, welche mit dem Auto laut Google Maps knapp 2900 Kilometer beträgt. Beim kostenlosen EVTripPlanner.com oder ähnlichen Services gebt Ihr die Eckdaten der geplanten Reise einfach vor und erhaltet dann Euren Routenvorschlag entlang der bestehenden Supercharger.

Natürlich ist der Energieverbrauch und folglich die Anzahl nötiger Ladestation nicht nur von der Entfernung abhängig. Das Modell Eures Teslas, möglicher Gegenwind, die äußeren Temperaturen, das Ladegewicht und natürlich vor allem Eure Reisegeschwindigkeit haben maßgebenden Einfluss auf den Energiehunger Eures Elektroautos.

Entsprechend könnt Ihr diese Variablen bei vielen EV-Routenplanern zusätzlich einstellen. Nehmen wir beispielsweise ein älteres Tesla Modell und erhöhen zusätzlich Gepäcklast und Reisegeschwindigkeit, so wird uns auch prompt eine Strecke mit deutlich mehr Ladestopps angezeigt.

Wie viel Zeit muss ich einplanen? 

Laut Google Maps benötigt Ihr für die circa 2900 Kilometer in etwa 27 Stunden –natürlich hier noch ohne jegliche Pausen gerechnet.

Im Vergleich dazu verlängert sich im Tesla die Gesamtreisezeit natürlich, da Ihr die Route entlang der Supercharger-Ladestationen ausrichten müsst. Zudem kommt die Zeit für die Ladevorgänge hinzu. Auch diese Schätzung nehmen Euch Tools wie der EVTripPlaner ab. So verlängert sich die Fahrt nach Sevilla um etwa fünf bis sechs Stunden, welche dann auch mehrheitlich für das Laden benötigt werden.

Durch Europa in alle Himmelsrichtungen? 

Lässt man sich alle Supercharger-Stationen auf der Karte anzeigen, lässt sich unsere Eingangsfrage ziemlich klar beantworten. In West-und Mitteleuropa ist die Dichte an Schnellladestationen bereits ausreichend, um mit einem Elektro-Auto und im Schnelllademodus den Kontinent zügig zu durchqueren.

Doch auch hier ist noch längst nicht aller Tage Abend! Welche super schnellen Ladestationen für die Zukunft geplant sind, verrät Euch Tesla auf dieser Übersichtsseite.